Bei konventionellem, herausnehmbarem Zahnersatz wird zwischen Teil*- und Vollprothesen** unterschieden.
Die Vor- und Nachteile dieser Standardlösungen im Überblick:
Vorteile
- Kurzfristig preiswerter.
- Es ist nicht nötig, einen chirurgischen Eingriff vorzunehmen.
Nachteile
- Der Zahnersatz ist nicht fest verankert.
- Die Kaufunktion und damit die Bandbreite der verzehrbaren Lebensmittel ist häufig eingeschränkt.
- Der ungenügende Sitz und Halt der Prothese kann zu schmerzhaften Druckstellen führen.
- Durch die fehlende Stimulation des Knochens kann sich dieser zurückbilden und den Prothesenhalt weiter verschlechtern.
- Die Aussprache kann durch schlecht sitzende Prothesen beeinträchtigt werden.
- Das Geschmacksempfinden kann eingeschränkt werden.
- Die Ergebnisse können ästhetisch unbefriedigend sein.
- Teilprothesen können die verbleibenden Zähne durch Fehlbelastung schädigen.
- Das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität können eingeschränkt werden.
*Teilprothese (konventionell):
Grössere Zahnlücken
können mit Teilprothesen überbrückt werden. Der Zahnersatz wird hierbei mit Klammern oder anderen Haltelementen
an den noch verbleibenden Zähnen befestigt. Diese Variante ist zwar preiswert, bietet aber meist kein
ästhetisch befriedigendes Ergebnis und kann zu Problemen der Mundhygiene führen. Zudem können die Zähne,
die zur Befestigung der Klammern dienen, durch ungünstige Belastung gelockert werden. Dies kann sogar
dazu führen, dass auch diese Zähne verloren gehen.
**Vollprothese (konventionell):
Vollprothesen werden
verwendet, um vollständig Zahnlose wieder mit einem funktionstüchtigen Gebiss zu versorgen. Bei dieser
Lösung werden die neuen Zähne von einer zahnfleischfarbenen Kunststoffbasis getragen. Im Oberkiefer
werden solche Versorgungen durch Saugkräfte gehalten. Besonders das Geschmacksempfinden kann, da der
Gaumen von Kunststoff abgedeckt wird, stark beeinträchtigt werden. Ein ausgeprägter Kieferkamm trägt
zum besseren Halt von Vollprothesen bei. Durch die fehlende Belastung des Knochens bildet sich dieser
aber langfristig zurück, was eine Verschlechterung des Halts zur Folge hat.

